Mögliche Preisträger aus der Gruppe "Institution"
Knapp die Hälfte der Bahnhöfe ist barrierefrei
Die Zielgruppe „50plus“ ist für die Deutsche Bahn eine bedeutende Zielgruppe, die verstärkt im Mittelpunkt der Aktivitäten steht. Die ältere Generation zeigt beim Reisen ein gesteigertes Interesse an speziell auf ihre Bedürfnisse abgestimmten Serviceangeboten. Daher sind knapp die Hälfte aller Bahnhöfe und Haltepunkte barrierefrei zugänglich, ein weiteres Viertel ist teilweise stufenfrei gestaltet.
Mit der BahnCard 50, die übrigens von der Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen (BAGSO) als verbrauchergerechtes Angebot empfohlen wird, reisen Seniorinnen und Senioren ein Jahr lang zum halben Preis. Großeltern können ihre Enkel unter 15 Jahren im DB-Fernverkehr kostenlos mitnehmen.
Für Fahrgäste mit Handicap hat die Bahn die Mobilitätsservice-Zentrale eingerichtet. Hier unterstützen DB-Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen behinderte Fahrgäste bei ihrer Reiseplanung, suchen nach den besten Verbindungen und organisieren Hilfen beim Ein-, Um- und Aussteigen. Tickets und Reservierungen werden mit der Post zugeschickt, so dass Fahrgäste mit Handicap ihre Reise vollständig von zu Hause aus planen können.
Kuratorium Deutsche Altershilfe (KDA)
Seit 40 Jahren entwickelt das Kuratorium Deutsche Altershilfe (KDA) Konzepte für die Altenhilfe, fördert sie und hilft, sie in die Praxis umzusetzen. Im europäischen Netzwerk AGE (Europäische Plattform für Senioren) ist das KDA verankert.
Beide sorgen dafür, dass die Anliegen älterer Menschen in der europäischen Kommission nicht vergessen werden und kümmern sich z.B. um Fälle von Altersdiskriminierung. So wird z.B. auch auf die Ungleichbehandlung am Arbeitsmarkt aufmerksam gemacht, wo ohne sachlichen Grund Menschen ab 50 bisher nur wenige Chancen haben. Oder in den Medien bei der Werbung; hier werden ältere Menschen vielfach als tüdelig, leicht verwirrt und schwach dargestellt – auch das ist diskriminierend.
Es ist somit eine der Hauptaufgaben der Europäischen Plattform AGE, Lobbyarbeit gerade in die Richtung älterer Verbraucherinnen und Verbraucher zu leisten. Ansprechpartner in Deutschland ist das Kuratorium Deutsche Altershilfe.
Demenzkampagne Rheinland-Pfalz
Die Demenzkampagne Rheinland-Pfalz wurde im März 2004 von der Landeszentrale für Gesundheitsförderung in Rheinland-Pfalz e.V. (LZG) und dem Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Familie und Frauen (MASGFF) sowie anderen Partnern ins Leben gerufen. Übergeordnetes Ziel der Kampagne war und ist es, die Öffentlichkeit für die Demenzerkrankung zu sensibilisieren. Möglichst jeder Bürger und jede Bürgerin in Rheinland- Pfalz soll die Chance haben, den Begriff „Demenz“ gehört zu haben und ein Krankheitsbild damit verbinden. Betroffene und ihre Familien sollen nicht nur ihre Scham und Scheu überwinden können, sondern die gesamte Lebenssituation soll sich bessern. Dazu ist es nötig, nicht nur zu informieren und aufzuklären, sondern alle an der Versorgung dementiell erkrankter Menschen beteiligten Gruppierungen in die Kampagne zu integrieren.
Die Demenzkampagne soll durch aktive Aufklärungsarbeit dazu beitragen, die Situation betroffener Familien zu verbessern. Ihr Ziel ist es darüber hinaus, über Diagnose- und Therapieverfahren sowie über soziale Hilfs- und Unterstützungsangebote für Demenzkranke und deren Angehörige zu informieren. Sie soll zum Abbau von Vorurteilen zur Entstehung und zum Verlauf dementieller Erkrankungen beitragen. Schließlich ist es auch das Ziel, zu mehr Verständnis im Umgang mit dementiell erkrankten Menschen und insbesondere deren pflegenden Angehörigen zu führen.
Mobile & more
„Handys sind für ältere Menschen schwer zu handhaben.
Senioren und Technik; Wie wäre es mit einem Handykurs?“
Diese Frage hat sich ein österreichisches Unternehmen gestellt und bietet nun Endverbrauchern deutschland- und österreichweit Handyschulungen an, um Ihnen den Umgang mit der neuen Technologie zu erleichtern.
Mobiltelefone werden mittlerweile fast jährlich gewechselt. Immer mehr neue Leistungsmerkmale lassen die Komplexität der Endgeräte ständig steigen und häufig kennen die Benutzer nur noch einen Bruchteil aller Funktionalitäten. Hinzu kommt, dass rund ein Viertel aller Handybesitzer ihr Gerät nicht selbst gekauft hat und sich überfordert fühlt.
Durch gezielte Trainings kann das Mobiltelefon ein noch wertvollerer Begleiter werden. Die Fähigkeit der Handynutzung kann auch Lebensretter sein. Telefonieren ist und bleibt zwar die wichtigste, aber nur noch eine von vielen Handyfunktionen. Nur wer weiß, wie SMS, WAP oder Mailbox verwendet werden können, wird diese Hilfsmittel richtig und mit Begeisterung nutzen.
Österreichisches Startup offeriert Handy-Schulungen. Besonderes Interesse gilt der Gruppe der Senioren, der man den Umgang mit der neuen Technik erleichtern möchte. Handykurse für Senioren, Einsteiger und Fortgeschrittene – jetzt auch in Deutschland.
Die Deutsche Alzheimer Gesellschaft
Die Deutsche Alzheimer Gesellschaft und ihre Mitgliedsgesellschaften sind Selbsthilfeorganisationen. Sie setzen sich bundesweit für die Verbesserung der Situation der Demenzkranken und ihrer Familien ein.
In den 80er Jahren schlossen sich an einzelnen Orten in Deutschland Angehörige von Demenzkranken und fachliche Helfer zu Selbsthilfegruppen zusammen, um die Interessen der Betroffenen, ihrer Angehörigen und professioneller Fachkräfte zu bündeln.
Die Deutsche Alzheimer Gesellschaft ist der Bundesverband von Alzheimer Landesverbänden sowie von regionalen und örtlichen Gesellschaften. Sie wurde 1989 als gemeinnütziger Verein gegründet. Die Arbeit wird ganz überwiegend ehrenamtlich geleistet.
Ziele:
Verständnis und Hilfsbereitschaft in der Bevölkerung für die Alzheimer Krankheit und andere Demenzerkrankungen fördern
Gesundheits- und sozialpolitische Initiativen anregen
Die Krankheitsbewältigung der Betroffenen und die Selbsthilfefähigkeit der Angehörigen verbessern
Entlastung für die Betreuenden schaffen durch Aufklärung, emotionale Unterstützung und örtliche Hilfe
Zusammenarbeit und fachlicher Austausch mit den regionalen Alzheimer Gesellschaften
Unterstützung wissenschaftlicher Forschung über Demenzerkrankungen und Versorgungsmöglichkeiten
Neue Betreuungs- und Pflegeformen entwickeln und erproben
